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Winnenden - Ein Ort der Stille

Heute, am 11. März 2010, jährt sich zum ersten Mal der Tag, an dem 15 unschuldige Menschen beim Amoklauf von Winnenden ihr Leben ließen. Der Tag, der einen unauslöschlichen Schatten auf das Leben einer ganzen Region geworfen hat.

Winnenden -  Der Ort, an dem das Morden angefangen hat, liegt still da. Die gläserne Eingangstür zur Albertville-Realschule ist abgeschlossen. Kein Schild erklärt, warum. In Winnenden weiß ohnehin jeder, was hier am 11.März 2009 passiert ist.


 


Das weiße, dreistöckige Schulgebäude mit den halb geschlossenen Jalousien liegt ein Jahr nach dem Amoklauf träge in der Wintersonne. Vor dem Schulzentrum nebenan toben Kinder. Auf der Wiese vor der Realschule drückt nur der Krokus durch den Matsch. Zwei Mädchen tauchen auf, schauen durch die Fenster in die leeren Klassenräume im Untergeschoss, machen mit dem Handy Fotos. Kein Wort fällt. So leise, wie sie gekommen sind, verschwinden die beiden Teenager wieder.


 


"Der Amoklauf hat den Alltag in unserer Stadt geprägt"


 


Auf der anderen Straßenseite, im Hof der Stadthalle, stehen die grauen Container des Staatlichen Schulamts. Die Schulpsychologen haben genug zu tun. In Winnenden sind derzeit noch 60 bis 70 Personen in Behandlung. Sie leiden unter den psychischen Folgeschädigungen des Verbrechens.


 


Heute um 11:02Uhr ist die weltweite Schweigeminute angesagt.
Aus Respekt der Opfer und ihren Angehörigen, bitten wir euch,
diese Schweigeminute wahrzunehmen und noch einmal nachzudenken.
Denn dieses Ereignis sollte verarbeitet, aber nicht vergessen werden.



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